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Switch (Computertechnik) Artikel
Ein Switch ist ein elektronisches Gerät zur Verbindung mehrerer Computer bzw. Netzwerk-Segmente in einem lokalen Netzwerk (LAN) ähnlich einem Hub. Man spricht bei einem Switch auch von einem intelligenten Hub. Der Switch arbeitet in seiner ursprünglichen Form auf der Schicht 2 (Sicherungsschicht) des OSI-Modells.
Ein Switch wird wegen der ähnlichen Merkmalen zur Bridge häufig auch als Multi-Port-Bridge genannt. == Funktionsweise ==
Die einzelnen Ports eines Switches können unabhängig voneinander Daten empfangen und senden. Diese sind über einen internen Hochgeschwindigkeitsbus (Backplane) miteinander verbunden. Datenpuffer sorgen dafür, dass nach Möglichkeit keine Datenpakete verloren gehen.
Das eigentliche Switching, also die Entscheidung, an welchem Port ein gerade eingetroffener Frame wieder herausgeschickt wird, kann nach folgenden Methoden erfolgen:
- Cut through – Eine sehr schnelle Methode, wird hauptsächlich von besseren Switches implementiert. Hierbei schaut der Switch beim eingetroffenen Frame ca. auf die Destination-MAC-Adresse, trifft eine Forwarding-Entscheidung und schickt den Frame entsprechend weiter. Das Paket wird nicht auf Fehlerfreiheit geprüft, da dazu keine Zeit bleibt. Der Switch leitet darum auch korrupte Pakete weiter, dies muss dann durch andere Schicht-2-Geräte oder höhere Netzwerk-Layer aufgefangen werden. Die Latenzzeit in Bit beträgt hier 112. Sie setzt sich aus der Präambel (8Byte) und der „Destination-MAC-Adresse� (6Byte) zusammen.
- Store and Forward – Die grundlegendste, aber auch langsamste Switching-Methode, wird von jedem Switch beherrscht. Der Switch trifft hier wie gehabt seine Forwarding-Entscheidung anhand der Absicht-MAC-Adresse und berechnet dann eine Prüfsumme über den Frame, die er mit dem am Ende des Pakets gespeicherten CRC-Wert vergleicht. Sollten sich Differenzen ergeben, wird das Paket verworfen. Auf diese Weise verbreiten sich keine fehlerhaften Pakete in dem LAN.
- Error free Cut through – Ein Kompromiss aus den beiden vorherigen Methoden. Wird ebenfalls meist ca. von teueren Switches implementiert. Der Switch arbeitet zunächst in dem „Cut through�-Modus und schickt das Paket auf dem korrekten Port weiter in das LAN. Es wird jedoch eine Kopie des Frames in dem Speicher behalten, über das dann eine Prüfsumme berechnet wird. Sollte sie nicht mit der in dem Paket übereinstimmen, so kann der Switch dem defekten Paket zwar nicht mehr hinterhersignalisieren, dass es falsch ist, aber er kann einen internen Counter mit der Fehlerrate pro Zeiteinheit hochzählen. Wenn zu viele Fehler in kurzer Zeit auftreten, fällt der Switch in den Store and Forward-Modus zurück. Wenn die Fehlerrate wieder niedrig genug ist, schaltet er in den Cut through-Modus um.
Buch-Tipp: Bridges, Router, Switches und Internetworking-Protokolle . Alles was man schon stets über Protokolle wissen wollte Als erstes:ich war ein absoluter Laie in Netwerk-Protokollen,aber schon stets interessiert gewesen hinter die Kulissen zu schauen. Daher sag ich es mal etwas pathetisch:das Buch ist für mich eine Offenbarung (leider für meinen Geldbeutel auch :-)). Da das Buch theoretische Konzepte beschreibt... | |
Switches haben folgende Vorteile:
- Wenn zwei Netzwerk-Teilnehmer gleichzeitig senden, gibt es keine Datenkollision , da der Switch intern über die Backplane beide Sendungen gleichzeitig übermitteln kann. Sollten an einem Ausgangsport die Daten schneller ankommen, als sie über das Netz weitergesendet werden können, werden die Daten gepuffert. Wenn möglich wird Flow Control benutzt, um den/die Sender zu einem langsameren Verschicken der Daten aufzufordern. Somit ist ein 8-Port-Switch bis zu achtmal schneller als ein 8-Port-Hub.
- Der Switch zeichnet in einer Forwarding Tabelle auf, welches Gerät (z.B. PC) über welchen Port erreicht werden kann. Hierzu werden die MAC-Adressen (der Sender) der Frames gespeichert. So werden Daten in dem Idealfall ca. an den Port weitergeleitet, an dem sich tatsächlich der Empfänger befindet (wenn ein Paket mit unbekannter Absicht-MAC-Adresse eintrifft, geht es wie beim Hub an alle Ports raus). Broadcasts werden generell an alle Ports weitergeleitet (Flooding ), außer an den Port, auf dem der Broadcast angekommen ist.
- Der Voll-Duplex-Modus kann benutzt werden, so dass an einem Port gleichzeitig Daten gesendet und empfangen werden können. In diesem Fall kann es überhaupt keine Kollisionen mehr geben und die Geschwindigkeit wird (theoretisch) verdoppelt.
- An jedem Port kann unabhängig die Geschwindigkeit und der Duplex-Modus ausgehandelt werden.
- Zwei oder mehr physikalische Ports können zu einem logischen Port (Trunk) zusammengefasst werden um die Bandbreite zu steigern, dies kann über statische oder dynamische Verfahren, z.B. LACP oder PAgP , erfolgen.
Buch-Tipp: Das Geheimnis von Port West (Alex Rider, Band 1) Achtung! -Dieses Buch raubt ihnen den Atem- Ich habe alle 4 Bücher von Alex rider gelesen und sie sind echt klasse.
In dem ersten Teil, also hier, wacht Aley Rider früh morgens auf und er bekommt die nachricht das sein Onkel bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
Erst ab hier wird ihm bewust wie wenig er über seinen Onkel weiß.
Er arbeitet... |
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Als Nachteil von Switches kann man sehen, dass ein Netzwerk nicht mehr so einfach zu debuggen ist, da Pakete nicht mehr auf allen Strängen in dem Netzwerk sichtbar sind, sondern in dem Idealfall ca. auf denjenigen, die tatsächlich zu dem Absicht führen. Um dem Administrator trotzdem die Beobachtung von Traffic zu ermöglichen, beherrschen bessere Switches Port Mirroring. Der Administrator loggt sich dazu auf dem (verwaltbaren) Switch ein und teilt diesem mit, welche Ports er beobachten möchte. Der Switch schickt dann Kopien von Paketen der beobachteten Ports an den Rechner des Beobachters, wo sie z.B. von einem Sniffer aufgezeichnet werden können. Um das Port Mirroring zu standardisieren, wurde das SMON -Protokoll erfunden, das in RFC 2613 [1] (http://www.faqs.org/rfcs/rfc2613.html) beschrieben ist.
Buch-Tipp: Das Orakel von Port-Nicolas Chronologie Ich lese gerade das erste Buch von Fred Vargas "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord". Und bin total begeistert!!!!!!
Ich möchte aber noch keine Bewertung für das Buch abgeben sondern lediglich anmerken, dass die Chronologie die hier veröffentlicht wurde so nicht richtig ist.
Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord 1991
Im... |
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Es gibt jedoch auch Methoden, um Netzwerkverkehr anderer Leute mitzuschneiden, ohne dass der Switch kooperiert:
- ARP-Spoofing - hierbei wird einem der beiden an der Verbindung beteiligten Computer (Endpunkte) vorgegaukelt, dass man selbst der andere Endpunkt sei, indem man dessen MAC-Adresse annimmt oder den ersten Endpunkt dazu bringt, den gesamten Verkehr an die Broadcast-MAC zu senden. In dem ersten Fall wird man häufig gleich beide Endpunkte entsprechend hereinzulegen versuchen und so zu dem Man in the Middle werden, um nicht aufzufallen.
- MAC-Flooding - der Speicherplatz, im sich der Switch die am jeweiligen Port hängenden MAC-Adressen merkt, ist begrenzt. Dies macht man sich beim MAC-Flooding zu Nutze, indem man den Switch mit gefälschten MAC-Adressen überlädt, bis dessen Speicher voll ist. In diesem Fall schaltet der Switch in einen Failopen-Modus, wobei er sich wieder wie ein Hub verhält und alle Pakete an alle Ports weiterleitet. Verschiedene Hersteller haben - wieder fast ausschließlich bei Switches der mittleren bis hohen Preisklasse - Schutzmaßnahmen gegen MAC-Flooding implementiert.
Als weitere Sicherheismaßnahme kann für einen Port eine Liste mit zugelassenen Absender-MAC-Adressen angelegt werden. Datenpakete mit nicht zugelassener Absender-MAC-Adresse werden nicht weitergeleitet und können das Abschalten des betreffenden Ports bewirken.
Siehe auch: Spanning Tree, VLAN (Virtual Local Area Network), Router, Brouter, Bridge, Repeater, Switch
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